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Die Situation - Die Straßenkinder von Kiew

Sie sprechen die Sprache der Straße, die da heißt: hungern, frieren, schnüffeln. Durch den Umbruch der ehemaligen UDSSR sind in der ukrainischen Gesellschaft zusätzlich Spannungen entstanden, in denen viele Familien zerrieben werden. Als unmittelbare Folge davon landen viele Kinder auf der Straße. Sie hausen dann unter menschenunwürdigen Bedingungen zwischen Ratten und Ungeziefer in Kanalisationen, Kellern, U-Bahnschächten, unter Bahngleisanlagen und in heruntergekommenen Häusern. In Kiew gibt es nach offiziellen Schätzungen zwischen 15.000 und 20.000 Straßenkinder. Sie schnüffeln, was das Zeug hält, nur um ihrem harten und aussichtslos scheinenden Alltag zu entfliehen. Und wir vom Kiew-Team haben sie gesehen, gerochen, gehört und gefühlt.

Wir sind mit ihnen über rohre, Hürden, Gerümpel uns wo immer sie ihre Schlafstätte haben, gekrochen. Sie erzählten uns von Missbrauch und Misshandlungen,, von Schlägen, Vergewaltigung, Hungern, Frieren, Kranksein und vom Schnüffeln… Und wir? Wir haben uns ganz einfach in sie verliebt.
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