Ukraine-Hilfe
Seniorenheim „Haus der Barmherzigkeit“ in Vatutino
Internationales diakonisches Zentrum entstehtIn Würde seinen Lebensabend zu verbringen, das ist in der Ukraine die Ausnahme. Der Alltag der meisten Senioren ist vom Kampf ums Überleben geprägt. Umso größer ist die Freude, dass wir im Oktober das Seniorenwohnheim „Haus der Barmherzigkeit“ in Vatutino, rund zweieinhalb Stunden südlich von Kiew gelegen, einweihen konnten.
Internationale Zusammenarbeit
Das Seniorenwohnhaus wurde mit internationalen Spendengeldern gebaut. Institutionen aus vier Ländern haben dabei eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet: Holland, Deutschland, USA und Ukraine. Zwar ist das Haus fertig gebaut, aber noch nicht ganz finanziert. Es fehlen momentan noch cirka 20.000 Euro.
Diakonisches Zentrum
Das Haus der Barmherzigkeit ist Teil des Diakonischen Zentrums und wird vom Vaterhaus als Träger verantwortlich geführt. Die anderen Projektbereiche wie Mutter-Kind- Wohnen, betreutes Jugendwohnen und Familienappartement, sind auch bereits fertig ausgebaut, ebenso die Küche mit Kantine. Alles ist sehr schön geworden. Bei der Führung durch das Haus wurde mit den Verantwortlichen über die weitere Planung gesprochen. Es soll ein zusätzlicher Pflegebereich im ersten Obergeschoss des Seniorenwohnhauses eingerichtet werden. Gemeinde- und Büroräume sollen ausgebaut werden. Zwei Etagen stehen für weitere Projekte zur Verfügung, die in Angriff genommen werden, sobald die entsprechenden Mittel zusammen sind.
Senioren fühlen sich wohl
Man konnte sehen und fühlen, wie der Geist Gottes in diesem Haus wohnt. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und man spürte, dass sich die alten Menschen hier wohl fühlen. Aktuell leben im Haus sechs Frauen und vier Männer, die alle aus der näheren Umgebung kommen. Der jüngste Mann ist Mitte vierzig, Rollstuhlfahrer und obdachlos, die Älteste über achtzig. Medizinisch versorgt und liebevoll betreut werden sie von einer Krankenschwester und zwei weiteren Frauen.
Laufende Kosten
Neben den monatlichen Kosten für Betreuung und Versorgung, Unterhaltung und Instandhaltung des Hauses werden Pflegeprodukte und Pflegegeräte benötigt. Von staatlicher Seite gibt es leider keinerlei Zuschüsse. Deshalb ist es nötig, die finanziellen Lasten auf mehrere Schultern zu verteilen. Die Senioren geben 75 Prozent ihrer Rente, also pro Person etwa 50 Euro. Eine Privatperson aus Holland hat jährlich 15.000 Euro für die nächsten fünf Jahre zugesagt. Die Stadtmission Freiburg will jährlich 5.000 Euro für das Personal sponsern und Pflegeprodukte liefern. Da die Stadtmission über vielfältige Erfahrungen und Möglichkeiten verfügt, wird sie sich hier auch in Zukunft stark engagieren. Das Personal, das sich um die Senioren kümmert, wird im Januar nach Freiburg kommen, wo sie in Einrichtungen der Stadtmission eine Grundausbildung in Pflege erhalten.
Das S´Einlädele wird sich je nach Spendenlage bei den monatlichen Kosten und den benötigten Gütern beteiligen, aber ist dabei einmal mehr stark auf Sach- und Geldspenden angewiesen.
Ein Ort, wo sich der Lebenskreis schließt
Kinder brauchen gute Startbedingungen für Leben und Beruf, Senioren einen würdevollen Platz für Ihren Lebensabend. Sie brauchen einen Ort, an dem ihr Erfahrungsreichtum gesehen und ihr Wert geschätzt wird und an dem sie in Frieden sterben können. Mit diesem Seniorenzentrum in Vatutino schaffen wir einen Ort, wo der helle Schein der Hoffnung aufleuchtet und die Liebe Gottes für die dort wohnenden Senioren spürbar wird.
Lesen Sie dazu auch eine Artikel aus der Badischen Zeitung vom 28.11.2011 Link
„Haus der Barmherzigkeit“